- KF Egon Knapp ist verstorben

Tod unserers Kiwanisfreundes Egon Knapp
Würdigung von KF Hansueli Gräser
Gedenkworte zum Tod von Egon Knapp (15. 1. 1932 – 14. 2. 2018)
(gesprochen am 20. 2. 2018 in Gailingen, anlässlich der 230. Kiwanis-Wanderung)
"Egon habe ich zum letzten mal am Samstag, dem 10. Februar 2018,
gesehen, als er vom Kiwanis-Stamm im Theaterrestaurant aufbrach.
Er machte einen recht munteren Eindruck.
Harald Severus orientierte mich am 17. Febr. und ein wenig später Peter
Knapp über den Tod Egons.
Dieser Tod ist für viele überraschend eingetreten. Peter nannte als
mögliche Ursache die für alte Leute offenbar gefährliche Kombination
von Diabetes und Blasenentzündung.
Für mich persönlich ist Egons Tod jedoch nicht völlig unerwartet
gekommen:
In unsern recht häufigen Gesprächen war oft vom Tod und den „letzten
Dingen“ die Rede. Wir alle wissen, dass Elsbeths Hinschied Egon
schwer zu schaffen machte und seine Lebensqualität massiv
beeinträchtigte. Er liess zwar den Kopf nicht hängen, regelte seinen
Alltag, pflegte die Kontakte zu den ihm wichtigen Mitmenschen und war
an vielen Veranstaltungen präsent, so auch in unserem Club und
besonders auch in unserer Wandergruppe, die ihm sehr lieb war. (Er war
ein Gründungsmitglied*.) Er sagte mir nicht nur einmal, „Kiwanis“ sei für
ihn eigentlich die Wandergruppe. Während der Wanderungen, aber auch
auf unsrer gemeinsamen Schiffsreise in die Normandie im Juni 2016
hatten wir ausgiebig Gelegenheit, etwas tiefer zu schürfen, als dies im
Smalltalk üblich ist.
Mir schien, dass er gewissermassen eine innere Bereitschaft aufbaute,
bei der „richtigen“, für ihn passenden Gelegenheit zu sterben. Wenn man
sein Gesicht genau betrachtete, merkte man auch, dass sich da etwas
veränderte. Sein Sohn Peter meinte, dass sich Egon ein solch
plötzliches Ende gewünscht hätte. Mir scheint es auch so.
Was war Egon für ein Mensch?
Ich meine, dass ihn zwei Dinge auszeichneten: die Liebe und die
Heiterkeit.
Liebe: natürlich die unglaublich intensive Liebe zu seiner Elsbeth, aber
auch die Liebe zu seinen Kindern und Enkeln, zu seinen Schülern, zu
seinen Freunden, überhaupt zu den Menschen. Er war ein echter
Menschenfreund.
Das reicht aber noch nicht. Seine Liebe galt allem Kreatürlichen, den
Pflanzen und den Tieren, den Insekten (den Libellen), den Amphibien
und den Vögeln. So war er ein leidenschaftlicher Biologe und Lehrer und
überdies ein grossartiger Fotograf. Übrigens habe ich ihn bei einem
seiner berühmten Diavorträge vor seinem Clubeintritt (1985)
kennengelernt.
Von seinem umfassenden Wissen hat er gerade bei Wanderungen
immer wieder Kostproben abgegeben.
Heiterkeit: Er strahlte fast immer eine tiefe innere Zufriedenheit aus,
eine Übereinstimmung mit dem, was ist. Er konnte lachen und geniessen
und gönnte auch andern eine Freude. Das Geniessen erstreckte sich auf
die Schönheiten und Wunder der Natur und auch auf die Köstlichkeiten
des Kellers und der Küche.
Und so wollen wir ihn in Erinnerung behalten: als einen glücklichen
Freund."
Hansueli Gräser
*
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